Pädagogische Materialien: Ilse Rübsteck-Falkenstein

Fast tausend Anschläge auf Flüchtlingsheime gab es im Jahr 2016 in Deutschland. Auch auf europäischer Ebene ist der politische Rechtsruck nicht mehr zu übersehen. Damit eben auch die Feindseligkeit gegen Menschen, die einfach anders sind. Wenn man sich erinnert, wird man feststellen: Alles schon mal irgendwie da gewesen. Doch wie funktionierte in der Zeit des Nationalsozialismus diese Mechanik, dass die freundliche deutsche Familie in der Nachbarschaft zum Staatsfeind wurde? Wie kam es von bloßen Anfeindungen im Alltag zu Deportationen?Diesen Fragen widmet sich diese Mappe.

In Düsseldorf wurden in dieser Zeit jüdische Mitbürger über das Gelände des städtischen Schlachthofes deportiert. Auf diesem Gelände entstand im Rahmen des Neubaus der Hochschule Düsseldorf der Erinnerungsort Alter Schlachthof. Dieser Erinnerungsort soll nicht bloß ein architektonisches Denkmal sein, sondern eben auch in den Köpfen erinnern und zum Nachdenken anregen – zum Beispiel mit diesem Projekt, das in erster Linie für Schüler und Studenten entwickelt wurde.

In diesem neuen Format, welches als Serie konzipiert ist, untersucht der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften und der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus das Schicksal von Ilse Rübsteck-Falkenstein, einer Überlebenden. Die Biografie zeigt, wie sich die heile Welt eines kleinen Mädchens immer weiter verschlimmert – bis hin zur Deportation und Rückkehr in eine entfremdete Welt. Anschaulich wird diese Biografie durch Texte, Fotografien und Dokumenten aus der Zeit dargestellt.